/ Software-Lexikon
Standardsoftware
Vorgefertigte Software für einen breiten Anwenderkreis — schnell verfügbar, aber nur so passend wie der Branchendurchschnitt.
Standardsoftware ist ein fertiges Softwareprodukt, das für viele Unternehmen mit ähnlichen Anforderungen entwickelt wurde — von Office-Paketen über Buchhaltung bis zu Branchen-ERP-Systemen. Sie ist sofort verfügbar, vielfach erprobt und in der Anschaffung meist günstiger als eine Eigenentwicklung.
Der Preis dafür ist Anpassung in die falsche Richtung: Das Unternehmen richtet seine Prozesse nach der Software aus. Was die Software nicht abbildet, wird per Customizing, Zusatzmodul oder Excel-Nebenbuchhaltung gelöst — und genau diese Grauzonen werden über Jahre zum eigentlichen Kostentreiber.
In der Praxis ist die Frage selten „Standard oder Individual?“, sondern: Welche Prozesse sind austauschbar (Standard genügt) und welche machen das Unternehmen aus (Individuallösung zahlt sich aus)? Die meisten tragfähigen IT-Landschaften sind Hybride.
Für den Mittelstand heißt das
Faustregel für den Mittelstand: Buchhaltung, Lohn, E-Mail — Standard. Kalkulation, Produktionssteuerung, Kundenportale und alles, was Ihr Alleinstellungsmerkmal berührt — prüfen, ob eine Individuallösung über fünf Jahre gerechnet nicht günstiger und schneller ist.