/ Integrationen
Shopware anbinden
Shopware mit ERP oder Warenwirtschaft koppeln: Artikel, Preise und Bestände synchron halten, Bestellungen automatisch zurückschreiben.
Für wen: Händler und Hersteller, die einen Shopware-Shop betreiben und ihre Artikel-, Preis- und Bestandsdaten nicht doppelt pflegen wollen.
Shopware gehört zu den verbreitetsten Shopsystemen im deutschsprachigen Raum. In der Praxis ist der Shop selten das eigentliche Problem — das Problem liegt an seiner Grenze: Artikeldaten, Preise und Bestände stammen aus der Warenwirtschaft, Bestellungen müssen dorthin zurück, und dazwischen sitzt in vielen Betrieben ein Mensch mit einer CSV-Datei.
Wichtig für jede Aufwandsschätzung: Shopware 6 ist gegenüber Shopware 5 ein anderes System mit anderem Datenmodell und anderen Schnittstellen. Shopware 6 stellt eine administrative Schnittstelle für Backoffice-Objekte wie Produkte, Kategorien und Bestellungen bereit sowie eine Storefront-Schnittstelle für die Kaufprozesse. Für die ERP-Kopplung ist fast immer die administrative Seite die richtige.
Bewegt werden Produkte mit Varianten und Eigenschaften, Kategoriezuordnungen, Medien und Datenblätter, Preise inklusive Kundengruppen- und Staffellogik, Bestände, Kundenkonten sowie Bestellungen mit Zahlungs- und Versandstatus. Bei B2B-Shops kommen individuelle Konditionen und Freigabelogiken dazu, die der Shop ohne Anbindung an die Warenwirtschaft gar nicht kennen kann.
Der Aufwand steckt im Mapping, nicht im Transport: Eine Warenwirtschaft führt Größen und Farben häufig als eigenständige Artikelnummern, der Shop erwartet einen Hauptartikel mit Varianten und Eigenschaften. Diese Übersetzung — inklusive der Frage, was bei neuen Varianten passiert — ist der eigentliche Projektteil und der Grund, warum Standardkonnektoren an dieser Stelle so oft enden.
Typische Aufgaben
- Artikel, Varianten, Eigenschaften und Kategoriezuordnungen aus dem ERP in den Shop übertragen, samt Bildern und Dokumenten.
- Kundengruppen- und Staffelpreise abbilden, damit B2B-Kunden im Shop dieselben Konditionen sehen wie am Telefon.
- Bestände in kurzen Intervallen abgleichen und eine Reservierungslogik definieren, die Überverkäufe zur Ausnahme macht.
- Bestellungen mit Zahlungsart und Adressen als Auftrag ins ERP schreiben — wiederholsicher, damit kein Auftrag doppelt entsteht.
- Versandstatus und Sendungsnummern in den Shop zurückmelden, damit Kunden nicht anrufen müssen.
- Mehrere Verkaufskanäle, Sprachen oder Mandanten aus einer Datenquelle bedienen, ohne die Pflege zu vervielfachen.
/ Ehrlich vorab
Worauf es ankommt
Das sind die Punkte, an denen Anbindungen an Shopware in der Praxis scheitern oder teuer werden. Wir schreiben sie hierhin, weil sie sonst erst im Projekt auftauchen — und dort kosten sie Geld.
- Varianten sind die Sollbruchstelle. Wenn das ERP flache Artikelnummern führt und der Shop Varianten eines Hauptartikels erwartet, muss diese Zuordnung explizit gebaut und dauerhaft gepflegt werden. Automatisch geht sie fast nie sauber auf — und jede neue Variante prüft die Regel erneut.
- Bestände sind nie exakt. Zwischen zwei Abgleichen kann der Thekenverkauf dasselbe Stück verkauft haben. Ehrlich ist ein definierter Sicherheitsbestand und eine klare Regel für den Konfliktfall — nicht das Versprechen von Echtzeit, das kein System dieser Art einlöst.
- Brutto, netto, Steuersatz. B2B- und B2C-Preislogik unterscheiden sich, und Rundungsregeln zwischen ERP und Shop ebenfalls. Cent-Abweichungen fallen im Test selten auf und beim ersten Kunden immer.
- Updates und Plugins greifen tief. Erweiterungen von Drittanbietern verändern das Datenmodell. Eine Integration ohne Testumgebung und ohne Zuständigkeit für Updates ist eine Störung mit Terminverschiebung, nicht mit Termin.
- Vollabgleiche sind teuer. Zehntausend Artikel bei jedem Lauf komplett zu übertragen, belastet beide Systeme unnötig. Delta-Verfahren und eine Protokollierung, welcher Datensatz wann übertragen wurde, gehören von Anfang an dazu — spätestens bei der Fehlersuche entscheidet das über Stunden oder Tage.
- Der Shop ist selten das führende System. Wer Artikeltexte im Shop pflegt und Preise im ERP, braucht dafür eine schriftliche Regel pro Feld. Sonst überschreibt der nächste Abgleich die Arbeit der Marketingabteilung.
Passende Leistungen
Wie wir Systeme grundsätzlich koppeln, steht auf der Seite zur ERP- und System-Integration; für Umzüge und Automatisierung von Datenbeständen gibt es Datenflüsse und Automatisierung. Was ein solches Vorhaben kostet, zeigen unsere Preisspannen für Individualsoftware.