Warum die Angaben um das Zehnfache auseinandergehen
Es liegt nicht an unterschiedlichen Stundensätzen. Vier Gründe erklären fast die gesamte Spannweite, und drei davon können Sie selbst prüfen, bevor Sie ein Angebot einholen.
- Unterschiedliche Dinge tragen denselben Namen. Eine Seite, auf der ein Kunde seine Rechnungen als PDF findet, heißt ebenso Kundenportal wie eine Plattform, auf der drei Parteien an gemeinsamen Vorgängen arbeiten. Zwischen beiden liegt der Faktor zwanzig — nicht in der Qualität, sondern im Umfang.
- Die Anbindung wird mitgezählt oder nicht. Ein Portal ohne Anschluss an Ihr ERP ist eine zweite Datenhaltung, die jemand pflegen muss. Wer diese Kosten in das Angebot nimmt, sieht teurer aus als wer sie Ihnen später überlässt.
- Der Betrieb fehlt. Sehr viele Angaben nennen nur den Bau. Die Betriebskosten über fünf Jahre erreichen aber regelmäßig die Größenordnung der Erstellung, und sie beginnen im Monat nach dem Go-live.
- Baukastenlösungen und Eigenentwicklung werden nebeneinandergestellt. Ein Portal aus einem Baukasten ist tatsächlich für einen vierstelligen Betrag zu haben. Es hört an derselben Stelle auf, an der Standardprodukte immer aufhören — beim Rechtemodell und bei Ihrer Fachlogik.
Der einzige Weg zu einer belastbaren Zahl führt über den Zuschnitt. Deshalb steht auf dieser Seite ein Rechner und keine Preisliste — und deshalb steht die Rechnung offen darunter.
Die Rechnung, offen
Wählen Sie die Bausteine, die Ihr Portal wirklich braucht. Das Ergebnis ist eine Einordnung in eines unserer Preisbänder, dazu die realistische Kalenderzeit und die Betriebskosten ab dem zweiten Jahr. Es ist kein Angebot — aber es ist eine Seite Papier, mit der Sie intern eine Budgetfreigabe vorbereiten können.
Schneiden Sie Ihr System zu.
2 von 17 Bausteinen
Das Ergebnis ist eine Einordnung, kein Angebot — aber eine, mit der Sie intern arbeiten können. Die Rechnung steht offen darunter. Nichts wird gesendet und nichts gespeichert.
/ Einordnung
25.000 – 45.000 €
Fachsystem mit klar umrissenem Umfang. Ein abgegrenzter Prozess, eine Datenbank, wenige Rollen. Der Umfang steht nach der Analyse fest.
- Kalenderzeit bis zur Abnahme
- 7–14 Wochen
- Einschließlich Analyse, Datenübernahme, Abnahme und Schulung — nicht nur Entwicklungszeit.
- Betrieb ab dem zweiten Jahr
- 3.000 – 8.100 € im Jahr
- 12–18 % der Projektsumme pro Jahr, gerechnet auf die Bandgrenzen.
Der Betrieb in vier Posten, nicht in einer Pauschale
- Hosting und Infrastruktur. Zum Selbstkostenpreis weitergereicht und getrennt ausgewiesen. Nicht in den Prozentsatz eingerechnet — er hängt an Ihrer Last, nicht an unserer Arbeit.
- Sicherheitsupdates. Laufend, ohne Einzelbeauftragung. Fällt an, ob Sie Änderungen wünschen oder nicht.
- Fehlerbehebung mit benanntem Ansprechpartner. Reaktion innerhalb eines Werktags. Kein Ticketsystem als Erstkontakt, sondern ein Mensch mit Namen.
- Zwei Weiterentwicklungstage pro Quartal. Enthalten. Werden sie nicht gebraucht, verfallen sie — das ist ehrlicher als sie zu stapeln und dann doch abzurechnen.
Die Rechnung dahinter, offen
Jeder Baustein trägt Komplexitätspunkte. Ihre Auswahl kommt auf 4 Punkte; bis 8 Punkte liegt ein Vorhaben im Band „Fachsystem mit klar umrissenem Umfang“, bis 16 im Band „Plattform oder Fachsystem mit Integrationen“, darüber im mehrjährigen Band.
Die Kalenderzeit ist nicht die Summe der Bausteinwochen: Bausteine laufen zum Teil nebeneinander. Gerechnet wird (2–5 Bausteinwochen × 0.8) + 5–10 Rahmenwochen für Analyse, Abnahme und Schulung.
Punkte sind kein Aufwand. Eine Schnittstelle kann an einem Tag stehen und trotzdem das Projekt tragen — weil an ihr die Fehlerfälle, die Wiederholläufe und die Abstimmung mit einem Dritten hängen, der nicht bei uns sitzt.
Was diese Rechnung nicht kann: Sie kennt Ihre Datenlage nicht. Ein Altbestand mit 40.000 Datensätzen in drei Excel-Ständen verschiebt jede Zahl hier nach oben, und das merkt man erst, wenn man hineinsieht.
Unsere Preisbänder
Dieselben Bänder gelten für jedes Vorhaben dieser Größenordnung, nicht nur für Portale. Sie stehen an einer Stelle und werden an einer Stelle gepflegt.
- Fachsystem mit klar umrissenem Umfang
- 25.000 – 45.000 €
- Plattform oder Fachsystem mit Integrationen
- 45.000 – 120.000 €
- Mehrjährige Plattform
- ab 120.000 €
- App für iOS und Android
- 18.000 – 60.000 €
- Produktkonfigurator
- 15.000 – 50.000 €
- Onlineshop mit Warenwirtschaftsanbindung
- 12.000 – 45.000 €
Die Bandbreite kommt vom Umfang, nicht vom Stundensatz. Ein Fachsystem mit drei Schnittstellen kostet mehr als eines mit einer — was Ihr Projekt konkret kostet, sagen wir Ihnen nach dem Erstgespräch.
Was die Bänder nicht abbilden: den Zustand Ihrer Altdaten. Ein Bestand mit vierzigtausend Datensätzen in drei Excel-Ständen verschiebt jede Zahl nach oben, und das merkt man erst, wenn man hineinsieht. Deshalb steht am Anfang eine Analyse und kein Festpreis.
Was im zweiten Jahr passiert
Die Frage, die in Angeboten am seltensten beantwortet wird — und über fünf Jahre gerechnet die größere Zahl. Unsere Betriebsbetreuung kostet zwölf bis achtzehn Prozent der Projektsumme pro Jahr und enthält vier Dinge: einen benannten Ansprechpartner mit Reaktion innerhalb eines Werktags, Fehlerbehebung, Sicherheitsupdates und zwei Weiterentwicklungstage pro Quartal.
Nicht enthalten und getrennt ausgewiesen sind Hosting und Lizenzen. Sie hängen an Ihrer Last, nicht an unserer Arbeit, und werden zum Selbstkostenpreis weitergereicht. Wer sie in einen Prozentsatz einrechnet, verdient an Ihrem Wachstum mit — das mag zulässig sein, sollte aber jemand sagen.
Ein Prozentsatz ohne Leistungsbeschreibung ist keine Preisangabe, sondern eine Größenordnung. Lassen Sie sich in jedem Angebot aufschreiben, was für das Geld passiert und was ausdrücklich nicht — das ist die Frage, an der sich Angebote am deutlichsten unterscheiden.
Was die zwei Weiterentwicklungstage pro Quartal betrifft: Sie verfallen, wenn sie nicht gebraucht werden. Das ist ehrlicher, als sie zu stapeln und dann doch abzurechnen — und es hält den Betrag klein genug, dass ihn niemand jedes Jahr neu rechtfertigen muss.
Wie es günstiger wird
Vier Stellschrauben, die wirklich etwas bewegen — im Unterschied zu den drei, die immer zuerst genannt werden und wenig bringen.
| Stellschraube | Wirkung | Was es kostet |
|---|---|---|
| Anbindung im ersten Schritt weglassen | Groß. Die Anbindung ist der teuerste Einzelposten und der mit der größten Terminunsicherheit. | Jemand pflegt Stammdaten doppelt, bis sie kommt. Das ist tragbar bei Hunderten, nicht bei Zehntausenden von Datensätzen. |
| Auf einen Vorgangstyp beschränken | Groß. Zwei Vorgangstypen sind mehr als doppelt so viel Arbeit, weil das Regelwerk gemeinsam gedacht werden muss. | Der zweite Typ kommt später. Das ist meist ohnehin die bessere Reihenfolge. |
| Auswertungen als Export statt als Oberfläche | Mittel. Eine Datei zum Herunterladen ist ein Bruchteil einer eigenen Auswertungsansicht. | Ihre Leute arbeiten in Excel weiter. Für die meisten ist das kein Verlust. |
| Altdaten vorher aufräumen | Mittel bis groß, je nach Zustand. | Ihre Zeit statt unserer — aber es ist Arbeit, die ohnehin jemand tun muss, und intern kennt jemand die Fälle. |
Und was nichts bringt
Am Design zu sparen bringt wenig: Die Oberfläche ist selten der teure Teil, und ein Portal, das aussieht wie ein Formulargenerator aus 2009, wird nicht benutzt. An der Barrierefreiheit zu sparen bringt kurzfristig etwas und langfristig das Gegenteil — von Anfang an mitgebaut ist sie ein überschaubarer Posten, nachträglich eingezogen ein Vielfaches davon. Und an den Tests zu sparen verschiebt die Kosten nur in den Betrieb, wo sie teurer sind und auffälliger.
Häufige Fragen
Bekommen wir einen Festpreis?
Wenn sich der Umfang nach der Analyse mit weniger als zwanzig Prozent Unsicherheit beziffern lässt: ja, und Abweichungen gehen dann zu unseren Lasten. Bei unklarer Datenlage, offenen Schnittstellen oder Forschungsanteil rechnen wir nach Aufwand mit vereinbarter Obergrenze. Welcher Fall vorliegt, sagen wir vor Vertragsschluss.
Warum kostet die Analyse Geld, wenn danach vielleicht kein Projekt kommt?
Weil sie Arbeit ist, deren Ergebnis Ihnen gehört — einschließlich der Empfehlung, es zu lassen. Ein Anbieter, der die Analyse verschenkt, finanziert sie über das Projekt und hat damit ein Interesse daran, dass es zustande kommt. Das Erstgespräch von 45 Minuten ist kostenlos; was danach kommt, ist eine Leistung.
Können wir in Etappen zahlen?
Ja, entlang der Phasen. Analyse, Entwicklungsabschnitte, Abnahme — jede Etappe hat ein Ergebnis, das Sie in der Hand halten, und die Zahlung hängt daran. Ein Zahlungsplan nach Kalendermonaten ohne Ergebnisbezug ist für Sie das schlechtere Modell, egal wie er heißt.
Was kostet es, ein bestehendes Portal abzulösen?
Der Bau kostet dasselbe wie ein neues Portal — was dazukommt, ist die Übernahme: Nutzerkonten, Dokumente, laufende Vorgänge, und die Frage, was mit Zugängen passiert, die seit drei Jahren niemand mehr benutzt hat. Rechnen Sie mit einem Aufschlag im Bereich der Migrationsphase, also zwei bis vier Wochen. Was den Ausschlag gibt, ist nicht die Datenmenge, sondern ob das Altsystem eine Schnittstelle hat oder ob exportiert werden muss.
Wie es weitergeht
45 Minuten mit dem Geschäftsführer. Kostenlos.
Sie beschreiben Ihren Prozess. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich eine Eigenentwicklung für Sie rechnet — und wenn nicht, welches Standardprodukt besser passt. Danach bekommen Sie eine Einschätzung zu Aufwand und Kosten. Keine Präsentation, kein Verkaufsgespräch.
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