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Apps, Konfiguratoren und Shops

Ihre Kunden sollen etwas selbst erledigen können: ein Produkt zusammenstellen und bestellen. Ob dafür eine eigene App nötig ist oder eine Weboberfläche genügt, entscheidet sich an Fragen, die vor der Beauftragung selten gestellt werden.

Was diese Systeme gemeinsam haben

Apps, Konfiguratoren und Shops unterscheiden sich in einem Punkt von jedem internen Fachsystem: Sie werden von Menschen bedient, die keine Einweisung bekommen haben und jederzeit abbrechen können. Eine Mitarbeiterin klickt sich auch durch eine unbequeme Maske, weil ihre Arbeit davon abhängt. Ein Kunde schließt den Tab.

Der zweite gemeinsame Nenner liegt hinter der Oberfläche. Preise, Verfügbarkeiten, Artikelstammdaten und Aufträge liegen in Ihrer Warenwirtschaft oder im ERP. Wie zuverlässig diese Anbindung arbeitet, bestimmt den laufenden Aufwand stärker als alles, was der Kunde sieht. Bei Glanz K liegen deshalb vier Systeme auf einem gemeinsamen Backend: Verwaltungs-App für die Disposition, Admin-Portal, Onlineshop und Website. Artikeldaten und Aufträge stehen damit an einer Stelle, statt in vier Systemen gepflegt und gegeneinander abgeglichen zu werden.

Apps für iOS und Android

Eine eigene App rechtfertigt sich über das, was ein Browser nicht kann: Push-Nachrichten, Betrieb ohne Netz, Kamera und Barcode, Standortzugriff. Fehlt dieser Bedarf, leistet eine gut gebaute mobile Website dasselbe, ohne dass jemand sie installieren muss. Bei Glanz K trägt die Verwaltungs-App die Disposition, also Arbeit, die nicht am Schreibtisch stattfindet.

Was viele unterschätzen, entsteht nach dem Go-live. Apple und Google veröffentlichen jedes Jahr neue Betriebssystemversionen, Google verlangt für Updates ein aktuelles Target-API-Level, und Store-Richtlinien ändern sich unabhängig davon, ob sich an Ihrer App etwas geändert hat. Eine App, die über längere Zeit niemand aktualisiert, verschwindet aus dem Store. Diesen Aufwand beziffern wir vor der Beauftragung und nennen dabei auch, was er pro Jahr bedeutet.

/ Preisband

App für iOS und Android: 18.000 – 60.000 €

Zwei Plattformen, zwei Store-Freigaben. Der Preis hängt daran, wie viel offline funktionieren muss.

Produktkonfiguratoren

Ein Konfigurator ist im Kern ein Regelwerk mit einer Bedienoberfläche davor. Die Arbeit steckt selten in der Oberfläche, sondern in den Regeln: Welche Kombination ist zulässig, welche ist technisch möglich, aber nicht freigegeben. Diese Regeln existieren in den meisten Unternehmen bereits, verteilt auf Tabellen und auf Erfahrungswissen im Vertrieb, das nie jemand aufgeschrieben hat. Sie einzusammeln und widerspruchsfrei zu machen ist der eigentliche Projektteil.

Bei Yido Performance kommen die Freigaben aus Gutachten. Eine automatisierte Pipeline liest sie als XML ein und erzeugt daraus die Shop-Produkte, ohne dass jemand Fahrzeug-Felge-Kombinationen von Hand pflegt. Wo Sie innerhalb des Preisbandes landen, hängt vor allem am Zustand dieser Regeldaten: gepflegte Tabelle mit eindeutigen Schlüsseln oder ein Ordner mit Prüfdokumenten, aus denen die Regeln erst gelesen werden müssen.

/ Preisband

Produktkonfigurator: 15.000 – 50.000 €

Der Aufwand steckt in den Regeln, nicht in der Oberfläche. 3D-Darstellung und CAD-Übernahme heben das Band.

3D-Konfiguratoren

3D lohnt sich, wenn das Aussehen die Kaufentscheidung trägt. Bei Yido Performance sind 152 Felgen im Konfigurator hinterlegt, und wie ein Rad am eigenen Fahrzeug wirkt, beantwortet kein Produktfoto. Geht es dagegen um Maße und Leistungswerte, überzeugt eine gute Tabelle mehr als ein drehbares Modell.

Das Preisband entspricht dem des Produktkonfigurators. Innerhalb des Bandes verschiebt vor allem eine Frage den Aufwand: Woher kommen die 3D-Daten. Liegen CAD-Modelle vor, ist der Weg kurz. Müssen Modelle erst erstellt werden, wächst der Aufwand mit jedem Artikel, und zwar dauerhaft, weil jedes neue Produkt sein Modell braucht. Dazu kommt die Ladezeit auf älteren Telefonen. Die misst man an echten Geräten, bevor man sich auf 3D festlegt.

Ein 3D-Konfigurator, dessen Modellpflege niemand übernimmt, ist nach zwei Sortimentswechseln veraltet. Klären Sie vor dem Projekt, wer diese Aufgabe dauerhaft hat und wie viele neue Artikel pro Jahr auf diese Person zukommen.

Onlineshops mit Anbindung an die Warenwirtschaft

Ein Shop wird dann zum Entwicklungsprojekt, wenn er mit den Systemen dahinter sprechen muss: Bestände in Echtzeit, kundenindividuelle Preise, Auftragsrückmeldung in die Warenwirtschaft, Artikel, die aus einer Datenpipeline entstehen. Bei Yido Performance hängt der Shop an der Warenwirtschaft, und seine Produkte stammen aus der Gutachten-Verarbeitung.

Der Onlineshop von Glanz K ist nach WCAG 2.1 AA umgesetzt. Seit Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für den Verkauf an Verbraucher, Kleinstunternehmen ausgenommen. Praktisch bedeutet WCAG 2.1 AA im Shop: Jeder Schritt bis zur Bestellung ist ohne Maus bedienbar, Kontrastwerte sind messbar und werden geprüft, Fehler im Formular stehen als Text am Feld, damit eine Vorlesesoftware sie ausgibt. Diese Punkte gehören in die Gestaltung der Oberfläche, solange sie noch offen ist.

/ Preisband

Onlineshop mit Warenwirtschaftsanbindung: 12.000 – 45.000 €

Ein Shop allein ist schnell gebaut. Preise, Bestände und Aufträge sauber mit der Warenwirtschaft zu koppeln, ist die Arbeit.

Wann Sie besser Standard kaufen

Von diesen vier Bereichen ist der Onlineshop derjenige, den die meisten Unternehmen von der Stange kaufen sollten. Ein Standardsystem mit sauber eingerichtetem Theme deckt einen überschaubaren Katalog vollständig ab und kostet einen Bruchteil. Individuell bauen wir einen Shop, wenn die Anbindung nach hinten oder die Preislogik es erzwingt.

Woran Sie erkennen, dass Standard reicht

  • Ihre Preise sind für alle Kunden gleich und ändern sich nicht stündlich.
  • Bestände können einmal täglich per Datei aktualisiert werden, ohne dass jemand etwas merkt.
  • Ihr Katalog hat wenige hundert Artikel mit überschaubaren Varianten.
  • Niemand im Haus kann eine Regel nennen, die das Standardsystem nicht abbildet.
  • Die gewünschte Funktion existiert bereits als etabliertes Plugin mit gepflegter Update-Historie.

Woran Sie erkennen, dass eine App überflüssig ist

  • Es gibt keinen Anlass für Push-Nachrichten, den Ihre Kunden gutheißen würden.
  • Es gibt keine Situation, in der ohne Netzverbindung weitergearbeitet werden muss.
  • Kamera, Standort oder Barcode-Scanner werden nicht gebraucht.
  • Ihre Nutzer öffnen das System seltener als einmal im Monat. Dann installiert es niemand.
  • Die Anforderung lautet sinngemäß, man müsse heute eben eine App haben.

Bei Konfiguratoren verläuft die Grenze weniger scharf. Solange die Varianten aus voneinander unabhängigen Auswahlfeldern entstehen und Ausschlüsse die Ausnahme sind, kommen Sie mit der Variantenlogik eines Shopsystems weit. Sobald Freigaben, technische Prüfungen oder mehrstufige Abhängigkeiten dazukommen, kippt es, weil jede Ausnahme im Standardsystem als Handarbeit endet. Wo die Grenze in Ihrem Fall verläuft, sagen wir Ihnen im ersten Gespräch, auch wenn die Antwort gegen ein Projekt spricht.

Häufige Fragen

Können wir mit einem Bereich anfangen und später erweitern?
Ja, und das ist meist die sinnvollere Reihenfolge. Entscheidend ist, dass das Backend von Anfang an für die späteren Systeme ausgelegt ist. Bei Glanz K sind so vier Anwendungen auf einer gemeinsamen Basis entstanden: Verwaltungs-App, Admin-Portal, Onlineshop und Website.
Wem gehört der Code?
Ihnen, ab Tag eins. Sie bekommen den vollständigen Quellcode und können ihn von jedem anderen Dienstleister weiterentwickeln lassen.
Was kostet der Betrieb nach dem Go-live?
Das hängt vom System ab und wird vor der Beauftragung beziffert. Bei Apps ist der Posten am größten, weil neue Betriebssystemversionen und geänderte Store-Vorgaben jedes Jahr Anpassungen erzwingen, auch wenn Sie keine einzige neue Funktion bestellen.
Wir wissen noch nicht, ob wir eine App oder eine Weboberfläche brauchen.
Dann ist das die erste Frage im Gespräch. Wir gehen die konkreten Nutzungssituationen durch und prüfen für jede, ob sie ohne Netz, ohne Kamera und ohne Push auskommt. Bleibt keine übrig, die eine dieser Funktionen braucht, sparen Sie sich die App und den laufenden Store-Aufwand dahinter.
Gilt die Barrierefreiheitspflicht auch für unseren reinen B2B-Shop?
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz zielt auf Angebote an Verbraucher. Ob Ihr Shop darunter fällt, sollte Ihre Rechtsberatung einordnen; wir richten den Umfang danach aus. Unabhängig von der Pflicht bringt WCAG 2.1 AA Tastaturbedienung und lesbare Fehlermeldungen mit, wovon auch Einkäufer profitieren, die schnell durch Bestellmasken müssen.

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Sie beschreiben Ihren Prozess. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich eine Eigenentwicklung für Sie rechnet — und wenn nicht, welches Standardprodukt besser passt. Danach bekommen Sie eine Einschätzung zu Aufwand und Kosten. Keine Präsentation, kein Verkaufsgespräch.

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