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Websites, die technisch sauber sind
Sie brauchen eine neue Website und wissen aus Erfahrung, dass viele Seiten nach zwei Jahren niemand mehr anfassen will. Hier steht, worauf wir achten, was das kostet und in welchen Fällen sich der Aufwand für Sie nicht lohnt.
Wofür die Seite arbeiten soll
Die meisten Firmenwebsites haben eine überschaubare Aufgabe. Jemand hat Ihren Namen gehört, sucht Sie oder bekommt eine Empfehlung und will in zwei Minuten wissen, ob Sie zu seinem Problem passen und wie er Sie erreicht. Alles, was diesen Weg verlängert, kostet Anfragen, ohne dass es im Reporting auffällt.
Bevor gestaltet wird, steht deshalb eine Liste: welche Seiten es gibt, welche Frage jede einzelne beantwortet, über welche Suchanfrage jemand dort ankommt und was am Ende der Seite passieren soll. Diese Liste geben Sie frei. Danach ist die Struktur festgelegt, und Änderungen daran kosten Zeit, weil Texte, Navigation und Weiterleitungen daran hängen.
- Der Einstieg beantwortet in einem Satz, was Sie machen und für wen.
- Jede Leistungsseite hat einen eigenen Zweck und eine Suchanfrage, auf die sie antwortet.
- Kontaktwege stehen dort, wo die Entscheidung fällt, und nicht nur im Menü.
- Referenzen sind nachprüfbar: benannter Kunde, benannte Aufgabe.
- Die Seite ist auf einem drei Jahre alten Android-Telefon im Mobilfunknetz bedienbar.
Ladezeit
Langsame Websites entstehen selten durch ein zu großes Bild. Der übliche Grund ist eine Kette aus Theme, Page-Builder, Schriftarten von fremden Servern sowie Analyse- und Marketingskripten, die alle beim ersten Aufruf geladen werden. Jedes einzelne Element wirkt harmlos, in Summe wartet der Besucher mehrere Sekunden auf den ersten sichtbaren Inhalt.
Dagegen hilft eine kurze Kette: vorgerenderte Seiten, die der Server als fertiges HTML ausliefert, Bilder in modernen Formaten und mehreren Größen, Schriften vom eigenen Server. Jedes Skript von Dritten wird einzeln begründet oder gestrichen. Als Zielwert gilt die öffentlich dokumentierte Schwelle der Core Web Vitals von 2,5 Sekunden bis zum größten sichtbaren Element, gemessen auf dem Telefon im Mobilfunknetz und nicht am Bürorechner.
Ladezeit ist eine Voraussetzung, kein Wachstumshebel. Eine schnelle Seite mit schwachen Inhalten bekommt keine Anfragen. Gemessen wird sie trotzdem vor dem Launch, weil danach erfahrungsgemäß niemand mehr nachbessert.
Barrierefreiheit nach dem BFSG
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit dem 28. Juni 2025. Es verpflichtet Anbieter bestimmter Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr gegenüber Verbrauchern, ihre digitalen Angebote barrierefrei zu gestalten. Betroffen sind vor allem Onlineshops sowie Buchungs- und Vertragsabschlüsse. Eine reine Informationswebsite ohne Verkauf an Verbraucher fällt in der Regel nicht darunter, reines B2B-Geschäft ebenso wenig. Für Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens zwei Millionen Euro Jahresumsatz sieht das Gesetz bei Dienstleistungen eine Ausnahme vor.
Technischer Maßstab ist die EN 301 549, die im Kern auf WCAG 2.1 auf Stufe AA verweist. Praktisch geht es um ausreichende Kontraste, Bedienbarkeit ohne Maus, eine tragfähige Überschriftenhierarchie, Alternativtexte, Formularfelder mit echten Beschriftungen und Fehlermeldungen, die ein Screenreader vorliest. Für Glanz K ist der Onlineshop nach diesem Standard entstanden, zusammen mit Verwaltungs-App, Admin-Portal und Website auf einem gemeinsamen Backend.
Ob Ihre Website unter das Gesetz fällt, ist eine Rechtsfrage, die wir nicht für Sie entscheiden. Was sich sagen lässt: Bei einer neu gebauten Seite kostet WCAG 2.1 AA wenig zusätzlichen Aufwand, weil Kontraste, Fokusreihenfolge und Formularlogik ohnehin einmal festgelegt werden. Bei der Sanierung eines gewachsenen Systems liegt der Aufwand deutlich höher, weil jede Vorlage einzeln angefasst werden muss.
Lokal gefunden werden
Wer regional arbeitet, konkurriert bei Google nicht mit dem ganzen Markt, sondern mit einer Handvoll Betriebe im Umkreis. Entscheidend ist, dass es zu jedem Thema, nach dem Menschen tatsächlich suchen, eine eigene Seite gibt und dass diese Seiten untereinander sinnvoll verlinkt sind.
Für den Meisterbetrieb Stern Stuckateure aus Östringen ist zuerst die Website neu gebaut worden, danach das lokale SEO aus den eigenen Suchdaten. Die tatsächlich eingegebenen Suchanfragen wurden zu Themenfeldern verdichtet, daraus entstanden sechs neue Themenseiten, die interne Verlinkung wurde neu geordnet. Innerhalb von zwei Wochen stiegen die täglichen Impressionen von 100 auf 687, 322 Begriffe standen auf Seite 1.
Impressionen sind Sichtbarkeit, keine Aufträge. Wie viele Anfragen daraus entstehen, hängt vom Wettbewerb, von der Region und davon ab, ob die Seite den Besucher überzeugt. Berichtet wird deshalb beides: Sichtbarkeit und tatsächliche Kontaktaufnahmen.
Redaktionssystem oder feste Seiten
Ein Redaktionssystem kostet Geld im Aufbau und Aufmerksamkeit im Betrieb: Updates, Rechteverwaltung, gelegentlich eine Erweiterung, die nach einer Aktualisierung nicht mehr funktioniert. Es lohnt sich, wenn regelmäßig jemand Inhalte pflegt. Wird eine Seite zweimal im Jahr angefasst, ist der laufende Aufwand höher als der Nutzen.
| Situation | Was wir empfehlen |
|---|---|
| Fünf bis zehn Seiten, Änderungen selten | Feste Seiten, Änderungen über uns |
| Regelmäßige Beiträge, Referenzen, Stellenanzeigen | Redaktionssystem mit klar definierten Feldern statt freiem Baukasten |
| Mehrere Redakteure, Freigaben nötig | Redaktionssystem mit Rollen und Vorschau vor Veröffentlichung |
| Inhalte liegen bereits in einem anderen System, etwa Artikel- oder Objektdaten | Schnittstelle, damit niemand doppelt pflegt |
Kommt ein Redaktionssystem zum Einsatz, bekommt jede Inhaltsart feste Felder: Überschrift, Fließtext, Bild mit Alternativtext, Ansprechpartner. Dadurch bleibt eine Seite pflegbar, ohne dass Layout und Ladezeit nach dem zwanzigsten Beitrag auseinanderfallen.
Wann ein Baukasten reicht
Nicht jede Firma braucht eine gebaute Website. Wenn Sie fünf Seiten benötigen, keine Anbindung an andere Systeme haben, kein aufwendiges Erscheinungsbild umsetzen müssen und niemand im Haus über Suchmaschinen Kunden gewinnen will, kommen Sie mit einem Baukasten schneller und günstiger ans Ziel. Das gehört vorher gesagt und nicht hinterher festgestellt.
Der Aufwand einer individuell gebauten Seite trägt sich, wenn mindestens einer dieser Punkte zutrifft:
- Die Website soll planbar Anfragen erzeugen und wird dafür inhaltlich weiterentwickelt.
- Es gibt Daten aus anderen Systemen, die auf der Seite erscheinen sollen, etwa Produkte, Objekte oder Stellenangebote.
- Formulare sollen in ein CRM, ein ERP oder ein Ticketsystem laufen und nicht in ein Postfach.
- Barrierefreiheit ist verpflichtend oder ausdrücklich gewünscht.
- Die Seite ist der Einstieg in ein größeres Vorhaben, etwa ein Portal oder einen Shop.
Was eine Website kostet
Eine Website liegt bei uns in folgendem Rahmen. Der untere Bereich bedeutet eine überschaubare Seitenzahl mit vorhandenen Texten und Bildern, der obere Bereich mehrsprachige Seiten, ein Redaktionssystem mit Rollen, die Anbindung anderer Systeme oder eine umfangreiche Inhaltsproduktion.
/ Preisband
Website: 4.000 – 15.000 €
Der Unterschied liegt am Umfang der Inhalte und daran, ob Redaktionssystem, Mehrsprachigkeit oder Anbindungen dazukommen.
Den Preis treibt vor allem die Zahl eigenständiger Seitentypen, also der Vorlagen, die einzeln entworfen und gebaut werden müssen. Dazu kommt, ob Texte und Bilder vorliegen oder erst entstehen, ob Daten aus anderen Systemen angebunden werden und wie streng ein bestehendes Erscheinungsbild vorgegeben ist. Hosting und Pflege nach dem Launch stehen im Angebot, bevor Sie unterschreiben.
Nach dem Launch
Der Code gehört Ihnen ab Tag eins, gehostet wird in Deutschland oder der EU. Sie bekommen Zugriff auf das Repository und alle Zugänge und können die Seite jederzeit von jemand anderem weiterbetreuen lassen. Gebaut wird von festangestellten Entwicklern hier im Haus, mit einem benannten Ansprechpartner, der auch nach dem Go-live erreichbar bleibt.
Auf den Start folgt üblicherweise eine Phase, in der die Suchdaten der eigenen Seite beobachtet werden: welche Seiten Sichtbarkeit bekommen und trotzdem keine Anfrage erzeugen, welche Suchanfragen ankommen, für die es noch keine Seite gibt. Bei Stern Stuckateure sind genau daraus die sechs Themenseiten entstanden. Diese Arbeit lässt sich nicht vorwegnehmen, sie beginnt mit echten Daten.
45 Minuten mit dem Geschäftsführer. Kostenlos.
Sie beschreiben Ihren Prozess. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich eine Eigenentwicklung für Sie rechnet — und wenn nicht, welches Standardprodukt besser passt. Danach bekommen Sie eine Einschätzung zu Aufwand und Kosten. Keine Präsentation, kein Verkaufsgespräch.
Termin vereinbarenHäufige Fragen
- Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?
- Zwischen 4.000 und 15.000 Euro, abhängig von der Zahl eigenständiger Seitentypen, davon ob Texte und Bilder vorhanden sind, und davon ob Daten aus anderen Systemen angebunden werden. Ein Festpreis entsteht bei uns nach der Struktur- und Inhaltsklärung, vorher wäre er geraten.
- Gehört mir die Website danach?
- Ja. Der Code gehört Ihnen ab Tag eins, Sie erhalten das Repository und alle Zugänge. Es gibt keine Lizenz auf ein System, das nur wir betreiben können.
- Muss meine Website barrierefrei sein?
- Das hängt davon ab, ob über die Seite Verträge mit Verbrauchern zustande kommen, und von der Größe Ihres Unternehmens. Die verbindliche Einordnung sollte Ihre Rechtsberatung vornehmen. Die Kriterien und die Ausnahme für Kleinstunternehmen stehen weiter oben im Abschnitt zum BFSG.
- Können wir Inhalte selbst pflegen?
- Ja. Dafür wird ein Redaktionssystem mit festen Feldern eingerichtet, und die Personen, die damit arbeiten, werden geschult. Wechseln Inhalte selten, ist es günstiger, Änderungen über uns laufen zu lassen.
- Wie lange dauert ein Website-Projekt?
- Die technische Umsetzung ist meist nicht der Engpass. Länger dauert regelmäßig die Freigabe von Texten und die Beschaffung von Bildern auf Ihrer Seite. Zu Beginn wird festgelegt, welche Inhalte von wem kommen und bis wann; wenn etwas hängt, melden wir uns.
- Übernehmen Sie eine bestehende Website?
- Wir sehen sie uns an und sagen Ihnen, ob eine Übernahme sinnvoll ist. Bei gewachsenen Installationen mit vielen Erweiterungen ist ein Neubau häufig günstiger als die Sanierung. Bestehen Rankings, werden Weiterleitungen und URL-Struktur so geplant, dass die Sichtbarkeit erhalten bleibt.
- Machen Sie auch SEO?
- Wir bauen die technischen Voraussetzungen und arbeiten aus den echten Suchdaten Ihrer Seite heraus, wie es bei Stern Stuckateure geschehen ist. Wir kaufen keine Links und sagen keine Positionen zu, weil beides niemand seriös versprechen kann.