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Branchenlösungen für den Mittelstand

Wenn Ihre Abläufe an Fristen aus Verordnungen hängen und an Datenformaten, die andere vorgeben, entscheidet die Fachlichkeit über den Projektverlauf. Hier steht, in welchen vier Bereichen wir sie mitbringen und wo sie dünner wird.

Was an einem Branchenprojekt branchenspezifisch ist

Anmeldung, Rollen und Rechte, Suche, Protokoll sehen in fast jedem Projekt ähnlich aus. Der Aufwand liegt daneben. Ein Beispiel aus der Wohnungswirtschaft: Welchen Zeitraum deckt eine Verbrauchsinformation ab, wenn der Messdienstleister Werte erst nachträglich liefert und der Mieter zwischendurch ausgezogen ist? Ein Beispiel aus dem Handel: Ein Gutachten kommt als XML-Datei, und daraus muss im Shop ein kaufbares Produkt mit den zugehörigen Auflagen werden.

Was Branchenwissen dabei leistet, lässt sich eng fassen. Die Anforderungen müssen trotzdem aufgenommen werden, Abläufe und Ausnahmen kennt nur Ihr Haus. Weg fallen die Erklärrunden am Anfang, in denen ein Team erst lernt, wie eine Verbrauchsinformation zustande kommt, und ein Teil der Missverständnisse, die sonst erst im Test auffallen.

Wohnungswirtschaft

Die Pflichten stehen mit Datum im Gesetz und werden trotzdem in Tabellen gepflegt. Die monatliche Verbrauchsinformation muss aus Zählerdaten entstehen, die von mehreren Messdienstleistern in unterschiedlicher Qualität und unterschiedlichen Formaten kommen. Die CO2-Kosten müssen nach Gebäudestufe zwischen Vermieter und Mieter aufgeteilt werden, und die Aufteilung muss belegbar bleiben.

Ob eine Monatsmeldung das Heizverhalten tatsächlich verändert, ist damit nicht belegt. Die Pflicht besteht unabhängig davon. Software rechnet sich hier über den Aufwand, der jeden Monat wiederkehrt.

  • Zählerdaten aus verschiedenen Formaten einlesen, auf Plausibilität prüfen und Lücken sichtbar machen
  • Monatliche Verbrauchsinformation erzeugen und je Nutzeinheit protokollieren, wann sie bereitgestellt wurde
  • CO2-Kosten nach Gebäudestufe aufteilen, mit einer Berechnung, die je Abrechnungseinheit nachvollziehbar bleibt
  • Mieterportal, in dem Belege liegen und eigene Zählerstände erfasst werden
  • Energiedatenmanagement über mehrere Liegenschaften hinweg

Energieversorger und Energiedienstleister

Zwischen Versorger und Hausverwaltung liegen Daten, die beide Seiten brauchen und keine Seite gern doppelt pflegt. Für mexxenergie, einen Energiedienstleister in Baden-Württemberg, ist daraus eine mandantenfähige Plattform mit vier Fachmodulen geworden: Zählerstände und Lieferstellen, Verträge, Objekt- und Dokumentenverwaltung, Verbrauchs- und Kostenauswertung. Dazu kommt ein Portal für Vertriebspartner. Mandantenfähig heißt dabei, dass jede Hausverwaltung nur ihre eigenen Objekte sieht.

Die Altbestände wurden im laufenden Betrieb migriert. Vor und nach jedem Lauf standen Abgleichszahlen, erst danach ging das Altsystem vom Netz. Wer schon einmal umgestellt hat, weiß, dass genau dieser Schritt die Termine bestimmt, weil Zahlen im Zweifel dreimal gegengerechnet werden.

Handel und Hersteller

Für Yido Performance steht hinter dem 3D-Konfigurator mit 152 Felgen eine Datenpipeline, die Gutachten aus XML in Shop-Produkte überführt, angebunden an Warenwirtschaft und Onlineshop. Die Ansicht im Browser ist dabei der kleinere Teil der Arbeit. Der größere liegt in den Regeln dahinter, welche Kombination zulässig ist und welche nur mit Auflagen, und darin, diese Regeln aktuell zu halten, wenn neue Gutachten nachkommen.

Bei Glanz K laufen vier Systeme auf einem gemeinsamen Backend: Verwaltungs-App für die Disposition, Admin-Portal, Onlineshop nach WCAG 2.1 AA und Website. Ein gemeinsames Backend heißt hier, dass ein Vorgang in App und Portal derselbe Datensatz ist und nicht an zwei Stellen gepflegt wird.

Autohaus und Werkstatt

Ein Betrieb arbeitet an mehreren Systemen gleichzeitig: Herstellerportal, Dealer-Management-System, Leads aus Fahrzeugbörsen und der eigenen Seite, Werkstattplanung. Die Lücke liegt meist zwischen ihnen, und dort fehlt die Stelle, an der ein Vorgang vollständig sichtbar ist.

Was wir dazu beitragen, kommt aus dem Bewerbungsfunnel mit CRM für Omid, über den mehr als 200.000 Leads gelaufen sind, vom Erstkontakt bis zur finalen Auswahl. Übertragbar daran ist der Umgang mit Lead-Strecken, die bei hohem Aufkommen nachvollziehbar bleiben müssen, und die Anbindung der Quellsysteme, aus denen die Daten kommen.

Warum die Auswahl so schmal ist

Vier Bereiche sind wenig für ein Softwarehaus. Hinter jedem stehen Systeme, die in Betrieb sind, und das Wissen überträgt sich zwischen ihnen: Abrechnungslogik, Zähler- und Verbrauchsdaten, Portale mit mehreren Nutzergruppen, Datenübernahme aus Altsystemen.

Die Tiefe ist dabei ungleich verteilt. In Wohnungswirtschaft und Energiewirtschaft steckt die meiste Erfahrung. Für Autohaus und Werkstatt stammt sie aus Lead-Strecken und Datenpipelines, nicht aus einem fertigen Branchensystem. Fehlt Ihre Branche hier, scheidet ein Projekt deshalb nicht aus. Die ersten Termine dauern dann länger, weil wir Ihre Fachlichkeit erst lernen. Diesen Aufwand benennen wir vor dem Angebot.

Was ein Branchenprojekt kostet

Die Spanne hängt vor allem daran, wie viele fremde Systeme mitspielen. Ein abgegrenztes Fachsystem mit eigener Datenhaltung liegt im unteren Band. Sobald Daten aus fremden Formaten regelmäßig eingelesen werden und ein ERP angebunden ist, gilt das zweite.

/ Preisband

Fachsystem mit klar umrissenem Umfang: 25.000 – 45.000 €

Ein abgegrenzter Prozess, eine Datenbank, wenige Rollen. Der Umfang steht nach der Analyse fest.

/ Preisband

Plattform oder Fachsystem mit Integrationen: 45.000 – 120.000 €

Jede angebundene Fremdsoftware bringt eigene Datenmodelle, eigene Fehlerfälle und eigene Tests mit.

Der Code gehört Ihnen ab Tag eins. Entwickelt wird von festangestellten Entwicklern in Deutschland, gehostet in Deutschland oder der EU.

Häufige Fragen

Bauen Sie auf einer fertigen Branchensoftware auf?
Nein. Entwickelt wird individuell, auf Ihre Abläufe. Das Branchenwissen steckt im Verständnis der Prozesse und der Datenformate. Einen wiederverwendeten Produktkern mit Lizenzmodell gibt es bei uns nicht.
Meine Branche steht nicht in der Liste. Lohnt sich ein Gespräch?
Ja, wenn Ihre Abläufe Regeln, Fristen oder Datenübernahmen enthalten. Darin liegt die Erfahrung, unabhängig vom Etikett auf der Branche. Im Erstgespräch klären wir, wie viel Einarbeitung nötig wäre und was das für Zeitplan und Aufwand bedeutet.
Was passiert mit dem Altsystem während der Umstellung?
Es läuft weiter, bis die Zahlen stimmen. Bei mexxenergie wurden die Bestände im laufenden Betrieb übernommen, mit Abgleichszahlen vor und nach jedem Migrationslauf. Abgeschaltet wurde erst danach.
Wer liefert die Daten der Marktpartner, wenn die Formate abweichen?
Die Dateien kommen von Ihren Partnern, die Prüfung baut die Software. Bei Yido Performance kommen Gutachten als XML herein und werden automatisiert zu Shop-Produkten. Aufwand entsteht dort, wo ein Format vom erwarteten abweicht. Solche Fälle sammeln wir sichtbar, statt sie stillschweigend zu verwerfen.

45 Minuten mit dem Geschäftsführer. Kostenlos.

Sie beschreiben Ihren Prozess. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich eine Eigenentwicklung für Sie rechnet — und wenn nicht, welches Standardprodukt besser passt. Danach bekommen Sie eine Einschätzung zu Aufwand und Kosten. Keine Präsentation, kein Verkaufsgespräch.

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