Vorab, damit die Richtung klar ist
Wir bauen keine WordPress-Seiten und verdienen nichts daran, wenn Sie bleiben. Genau deshalb ist diese Seite so geschrieben, wie sie geschrieben ist: Ein Softwarehaus, das WordPress pauschal für ungeeignet erklärt, verkauft Ihnen seine eigene Leistung — und liegt außerdem falsch. WordPress trägt einen erheblichen Teil des Netzes, und für das, wofür es gebaut ist, gibt es wenig Besseres.
Es hat nur eine Grenze, und die verläuft nicht bei der Seitenzahl. Sie verläuft dort, wo aus Inhalten Vorgänge werden.
Vier Symptome, die Sie ohne uns lösen
1. Die Seite lädt langsam
Fast immer eine Frage der Bilder, der Erweiterungen und des Hostings — in dieser Reihenfolge. Prüfen Sie zuerst, ob Bilder in moderner Kompression und in der Größe ausgeliefert werden, in der sie angezeigt werden; das allein bringt bei gewachsenen Seiten regelmäßig den größten Einzelsprung. Dann: Wie viele Erweiterungen sind aktiv, und welche davon werden auf jeder Seite geladen, obwohl sie nur auf einer gebraucht werden. Zuletzt das Hosting — ein günstiges geteiltes Paket ist bei Lastspitzen der Flaschenhals.
Was wenig bringt: ein weiteres Zwischenspeicher-Plugin zusätzlich zu den zwei vorhandenen. Zwei Zwischenspeicher, die sich gegenseitig ins Handwerk pfuschen, sind langsamer als einer.
2. Nach jedem Update ist etwas kaputt
Das Symptom eines Themes, das direkt bearbeitet wurde, statt über ein Child-Theme erweitert zu werden — oder einer Erweiterung, die nicht mehr gepflegt wird. Beides lässt sich innerhalb von WordPress beheben: Änderungen in ein Child-Theme umziehen, ungepflegte Erweiterungen ersetzen, und eine Testumgebung einrichten, in der Updates zuerst laufen. Die Testumgebung ist der Punkt, an dem die meisten sparen und am meisten zahlen.
3. Die Redaktion kommt nicht klar
Meist ein Baukasten-Plugin, das jede Seite zu einem Bastelprojekt macht. Der Weg zurück führt über wiederverwendbare Blöcke und feste Seitenvorlagen: Wer eine neue Seite anlegt, wählt eine Vorlage und füllt Felder — statt Spalten, Abstände und Schriftgrößen neu zu erfinden. Das ist Konfigurationsarbeit innerhalb von WordPress und kein Systemwechsel.
4. Es gibt Sicherheitsvorfälle
Fast immer über eine veraltete Erweiterung oder ein schwaches Redakteurspasswort, praktisch nie über WordPress selbst. Zwei-Faktor-Anmeldung für alle Konten mit Schreibrechten, automatische Updates für Sicherheitsversionen, Erweiterungen ausmisten, und ein Backup, das schon einmal zurückgespielt wurde. Der letzte Halbsatz ist der wichtigste: Ein Backup, dessen Rückspielung nie geprobt wurde, ist eine Hoffnung, keine Sicherung.
Diese vier Punkte kosten zusammen einen Bruchteil einer Neuentwicklung und werden von jeder ordentlichen WordPress-Agentur erledigt. Wenn Ihnen jemand für eines dieser vier Symptome ein neues System verkaufen will, holen Sie eine zweite Meinung ein.
Zwei Symptome, bei denen es nicht mehr geht
5. Aus Inhalten sind Vorgänge geworden
Das eigentliche Kriterium. WordPress verwaltet Beiträge und Seiten — Inhalte, die veröffentlicht und gelesen werden. Sobald in Ihrem System etwas entsteht, das einen Zustand hat und von mehreren Personen bearbeitet wird — ein Antrag, ein Auftrag, ein Fall, der von A nach B übergeht —, arbeiten Sie gegen die Bauweise.
Man erkennt es an einem konkreten Punkt: Wenn in Ihrer Datenbank Vorgangsdaten in Zusatzfeldern von Beiträgen liegen und niemand mehr sagen kann, welcher Eintrag zu welchem Vorgang gehört, ist die Grenze überschritten. Ab dort wird jede Auswertung zu einer Suche, jede Berechtigung zu einer Ausnahme, und jede Erweiterung zu einem Risiko.
6. Verschiedene Nutzer müssen Verschiedenes sehen
WordPress kennt Rollen für die Redaktion: wer darf schreiben, wer darf veröffentlichen. Es kennt kein Rechtemodell für Daten — also nicht die Frage, ob Kunde A den Vorgang von Kunde B sehen darf. Erweiterungen bilden das nach, indem sie beim Anzeigen filtern. Das funktioniert, solange niemand danebengreift; ein Fehler darin ist aber kein Anzeigefehler, sondern ein Datenleck.
Der Unterschied zu einer Anwendung: Dort liegt die Trennung als Regel in der Datenabfrage, nicht in der Darstellung. Eine Abfrage, die versehentlich fremde Daten liefert, gibt es dann nicht — sie liefert schlicht nichts.
Prüffrage in einem Satz: Wenn Sie sich vorstellen, dass eine Erweiterung versagt — welche Daten sieht dann jemand, der sie nicht sehen darf? Ist die Antwort „gar keine“, können Sie bleiben. Ist sie „die des Nachbarn“, sollten Sie es nicht.
Wenn Sie wechseln: worauf
Der häufigste Fehler beim Wechsel ist, alles auf einmal zu ersetzen. Meist ist das Gegenteil richtig: Die Website bleibt in WordPress, wo sie gut aufgehoben ist, und die Vorgänge ziehen in eine eigene Anwendung, verbunden über eine Anmeldung. Zwei saubere Systeme sind billiger im Bau und im Betrieb als ein zerdehntes.
- Trennen, was getrennt gehört: Inhalte bleiben, Vorgänge ziehen um. Das entscheidet sich an der Frage aus Symptom 5, nicht am Bauchgefühl.
- Die Daten sichten, bevor irgendetwas gebaut wird. Vorgangsdaten in Zusatzfeldern von Beiträgen sind übernehmbar, aber die Übernahme ist Arbeit — und ihr Umfang steht erst fest, wenn jemand hineingesehen hat.
- Die Adressen erhalten. Wenn Inhalte umziehen, gehören Weiterleitungen von der alten auf die neue Adresse dazu. Ohne sie verlieren Sie Sichtbarkeit, die über Jahre entstanden ist, und merken es erst nach Monaten.
- Den Betrieb klären, bevor der Bau beginnt. Wer aktualisiert künftig was, wer wird bei einer Störung angerufen, wo laufen die Sicherungen. Bei zwei Systemen ist das eine echte Frage.
Häufige Fragen
Ist WordPress unsicher?
Der Kern ist gut gepflegt und wird schnell aktualisiert. Die Vorfälle kommen fast ausschließlich über veraltete Erweiterungen und schwache Passwörter. Eine WordPress-Installation mit wenigen, gepflegten Erweiterungen, Zwei-Faktor-Anmeldung und automatischen Sicherheitsupdates ist nicht unsicherer als andere Systeme dieser Größenordnung.
Können wir unseren Shop in WordPress lassen?
Bei überschaubarem Sortiment und einfachen Preisen: ja. Die Grenze liegt bei der Warenwirtschaft — sobald Bestände, Preise und Aufträge mit einem anderen System abgeglichen werden müssen, wird die Anbindung zum eigentlichen Vorhaben, und dann entscheidet nicht das Shopsystem, sondern die Qualität der Schnittstelle. Zur Barrierefreiheit kommt hinzu, dass ein Shop unter das BFSG fällt und ein reiner Informationsauftritt nicht.
Was kostet der Umstieg?
Wenn nur die Vorgänge umziehen und die Website bleibt, ist es ein Fachsystem im unteren Band — die Bänder stehen auf der Kostenseite, mit einem Rechner für Ihren Zuschnitt. Was den Preis am stärksten bewegt, ist der Zustand der bestehenden Daten, und den sieht man an einem Tag.
Machen Sie auch nur die Analyse?
Ja. Eine Sichtung mit einer schriftlichen Einschätzung, welche der sechs Symptome bei Ihnen vorliegen und welche innerhalb von WordPress lösbar sind, ist eine abgeschlossene Leistung. Das Ergebnis gehört Ihnen, auch wenn es lautet, dass Sie bleiben sollten — und in dem Fall bekommen Sie eine Liste, mit der eine WordPress-Agentur arbeiten kann.
Wie es weitergeht
45 Minuten mit dem Geschäftsführer. Kostenlos.
Sie beschreiben Ihren Prozess. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich eine Eigenentwicklung für Sie rechnet — und wenn nicht, welches Standardprodukt besser passt. Danach bekommen Sie eine Einschätzung zu Aufwand und Kosten. Keine Präsentation, kein Verkaufsgespräch.
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