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Website für Handwerksbetriebe: ein Projekt, bei dem wir die Zahlen offenlegen

Wer nach Sichtbarkeit für einen Handwerksbetrieb sucht, findet zehn Anbieter, die dasselbe versprechen. Keiner davon zeigt Zahlen. Diese Seite zeigt die eines Projekts — einschließlich der vier Punkte, die es nicht belegt.

Das Problem ist selten das Aussehen

Wenn ein Handwerksbetrieb über seine Website nachdenkt, geht es meistens ums Aussehen: Sie wirkt alt, das Handy stellt sie krumm dar. Beides stimmt und ist selten der Grund, warum keine Anfragen kommen.

Der häufigere Grund: Die Website wird nur von Leuten gefunden, die den Firmennamen schon kennen. Sie steht nicht im Weg — sie ist nicht da. Ablesen lässt sich das an einer einzigen Zahl: dem Anteil der Suchen, die den Betriebsnamen enthalten.

Bei dem Betrieb, dessen Zahlen weiter unten stehen, entfielen 86 Prozent der Klicks auf den Firmennamen. Liegt dieser Anteil bei Ihnen ähnlich hoch, hat Ihre Website kein Gestaltungsproblem. Sie hat gar kein Publikum außerhalb der Leute, die Sie ohnehin kennen.

Ein Betrieb, ein Zeitraum, alle Zahlen

Stern Stuckateure, Meisterbetrieb mit sieben Mitarbeitern in Östringen. Der Betrieb hat der Veröffentlichung zugestimmt.

Die Ausgangslage

Was gemessen wurdeStand vor der Arbeit
Anteil des Firmennamens an den Klicks im Suchanfragenbericht86 % — 130 von 152 Klicks
Generische Suchen3.504 Impressionen bei 0,63 % Klickrate
Der Begriff „Stuckateur“Position 4,9 — und trotzdem nur 0,95 % Klickrate
„gipser bruchsal“118 Impressionen, Position 10,7, null Klicks
Die Lexikonseite2.121 Impressionen, 0,52 % Klickrate, Position 25
Search Console, drei Monate bis zum 24.07.2026

Die Website war also sichtbar — 3.504 Anzeigen, aus denen 22 Klicks wurden. Position 4,9 bei unter einem Prozent heißt: Der Eintrag stand da und beantwortete die Frage nicht.

Der Befund, der alles erklärte

Zehn fertig entwickelte Seiten waren nie auf den Server geladen worden. Sie lagen im Repository, waren intern verlinkt und lieferten live einen Fehler. Die Sitemap kannte 25 statt 35 Adressen. Der Fachbegriff „Dickschichtputz“, für den die Website regelmäßig angezeigt wurde, kam im Lexikon überhaupt nicht vor.

Ein Versehen, kein Suchmaschinen-Kunststück — und niemandem aufgefallen, weil Startseite und Hauptseiten liefen. Solche Funde tun nicht weh und erzeugen keine Beschwerde; man findet sie nur, wenn man gezielt sucht.

Was gemacht wurde

  1. 982 Suchbegriffe aus der Search Console zu wenigen Themenfeldern verdichtet — nicht jeder Begriff bekommt eine Seite, sondern jedes Feld eine.
  2. Den fehlenden Stand veröffentlicht. Zehn Seiten, die es längst gab.
  3. Sechs neue Themenseiten gebaut, entlang der Fragen, die tatsächlich gestellt wurden.
  4. Die interne Verlinkung neu geordnet: Die neuen Seiten stiegen von ein bis drei auf 38 eingehende interne Links, 44 Seiten verweisen aufeinander.
  5. Titel entschärft, die sich gegenseitig Konkurrenz machten.

Keine gekauften Verweise. Das Ergebnis unten entstand ausschließlich über Inhalte, Struktur und interne Verlinkung. Das ist nachprüfbar — jeder Schritt steht in der Fallstudie.

Bemerkenswert ist auch, was unterblieb: Der Themenbereich „abgehängte Decken / Rigips“ kam auf dreizehn Impressionen bei einer Durchschnittsposition von 55 und bekam ausdrücklich keine eigene Seite. Wer für jeden Begriff eine Seite baut, verdünnt die eigene Website.

Das Ergebnis

KennzahlVorherNachherFaktor
Impressionen am Tag1006876,8×
Klicks am Tag4,59,92,2×
Ø Google-Position14,69,7
Begriffe auf Seite 11353222,4×
75 Tage davor (10.05.–23.07.) gegen 14 Tage danach (26.07.–08.08.2026)

Bemerkenswert daran ist, welche Seiten am stärksten liefen: „Innenputz-Kosten“ mit 2.203 Impressionen auf Position 8,2, „Außenputz-Kosten“ mit 1.100 auf 8,0, „Fassade dämmen: Kosten und Förderung“ mit 430 auf 9,1. Diese drei waren nicht neu geschrieben — sie existierten seit Juni und waren nie hochgeladen worden. Der größte Einzeleffekt entstand nicht durch neuen Text, sondern dadurch, fertige Arbeit endlich online zu stellen.

Die neu sichtbaren Seiten tragen 31 Prozent aller Impressionen der Website — gemessen in den ersten vierzehn Tagen. Die stärkste neu gebaute Seite war „Putzarten“ mit 2.780 Impressionen auf Position 6,8.

Dazu 381 Suchbegriffe, für die die Website vorher gar nicht auftauchte.

Was diese Zahlen nicht belegen

Vier Punkte, ohne die der Abschnitt oben Werbung wäre.

  1. Die Klickrate ist gefallen, von 4,2 auf 1,5 Prozent. Rechnerisch richtig, inhaltlich erklärbar: Die neuen Impressionen stammen aus Ratgebersuchen, bei denen weniger geklickt wird als bei einer direkten Firmensuche. Absolut stiegen die Klicks trotzdem auf das 2,2-Fache.
  2. Vierzehn Tage sind kurz. Belastbar für den Nachweis eines Effekts, nicht für eine Jahresprognose. Drei der neuen Seiten waren zum Auswertungszeitpunkt noch nicht vollständig indexiert.
  3. Anfragen und Aufträge wurden nicht gemessen. Sichtbarkeit ist die Voraussetzung für Anfragen, nicht ihr Ersatz. Wer Ihnen Aufträge zusagt, sagt etwas zu, das er nicht messen kann.
  4. Der wirksamste Hebel für einen lokalen Handwerksbetrieb ist nicht die Website. Er ist das Google-Unternehmensprofil — siehe unten.

Der Hebel, der stärker ist als alles auf dieser Seite

Wenn Ihre Kunden aus der Umgebung kommen und Sie über die Suche gefunden werden sollen, ist das Google-Unternehmensprofil wichtiger als Ihre Website. Es steht bei örtlichen Suchen über den normalen Treffern, es zeigt Ihre Bewertungen, Ihre Öffnungszeiten und die Route — und es kostet nichts.

Was dort zählt, ist überschaubar: gleichlautende Angaben zu Name, Adresse und Telefon, echte Fotos, die richtige Kategorie und Bewertungen von echten Kunden. Wer danach fragt, bekommt sie meistens — die wenigsten fragen.

Das schreiben wir, obwohl es gegen unser Angebot spricht. Wenn Sie kein gepflegtes Unternehmensprofil haben, fangen Sie damit an und nicht mit einer neuen Website. Wir verdienen daran nichts.

Gilt das für mein Gewerk?

Ja — und zwar unabhängig davon, welches es ist. Wir haben es nachgemessen, weil viele Anbieter für jedes Gewerk eine eigene Seite unterhalten und den Eindruck erwecken, es gäbe gewerkespezifische Verfahren.

Die Nachfrage sagt das Gegenteil. Begriffe wie „SEO Maler“, „SEO Dachdecker“, „SEO Elektriker“, „SEO Sanitär“ oder „SEO Stuckateur“ haben in Deutschland kein messbares Suchvolumen. Über sieben Gewerke zusammen — Dachdecker, Elektriker, Fliesenleger, Sanitär, Schreiner, Maler und SHK — kommen rund einhundert Suchen im Monat zusammen. Gesucht wird stattdessen allgemein: „Website für Handwerker“ allein kommt auf 880 Suchen im Monat (Google Keyword Planner, Stand August 2026).

Das Vorgehen ist deshalb dasselbe, ob Sie Dachdecker, Elektriker, Maler, Fliesenleger, Schreiner, Stuckateur, Heizungsbauer oder Garten- und Landschaftsbauer sind: herausfinden, welche Fragen Ihre Kunden eintippen, für die größten je eine Seite bauen, die Website technisch aus dem Weg räumen. Was sich unterscheidet, sind die Fragen — nicht die Methode. Bei Stern waren es die nach den Kosten und die nach den Putzarten; bei einem Dachdecker sind es andere. Welche, weiß man nach einem Blick in die Search Console und nicht vorher.

Wo eine Website aufhören sollte, alles zu versprechen

Ein Detail aus demselben Projekt, das den Ton besser beschreibt als jede Selbstauskunft: Auf der Seite zur Schimmelsanierung steht ausdrücklich, dass der Betrieb den putztechnischen Teil ausführt und nicht die Ursachenbeseitigung — bei großflächigem Befall verweist sie auf Fachfirma und Sachverständigen.

Das kostet Anfragen und bringt die richtigen. Eine Website, die alles verspricht, erzeugt Telefonate mit Leuten, denen man absagen muss — und jede dieser Absagen kostet mehr Zeit als die Anfrage wert war.

Dieselbe Haltung gilt für uns. Hat Ihr Gewerk keine Suchnachfrage oder reicht ein gepflegtes Unternehmensprofil, sagt Ihnen die NOVU Systems GmbH das im Erstgespräch — und nicht nach der ersten Rechnung.

Häufige Fragen

Was kostet eine Website für einen Handwerksbetrieb?

Die Spanne steht auf unserer Kostenseite offen. Für einen Handwerksbetrieb liegt der Bedarf meist am unteren Ende: acht bis zwölf Seiten, eigene Fotos, ein Kontaktformular. Der teuerste Posten sind die Texte — liefern Sie die grob selbst, spart das erheblich.

Wie lange dauert es, bis mehr Anfragen kommen?

Sichtbarkeit lässt sich in Wochen bis Monaten messen. Bei Stern waren es vierzehn Tage bis zur ersten Seite — das war ein Ausreißer, weil eine eingeführte Domain und ein behobener Fehler zusammenkamen. Der Normalfall sind Monate. Ob daraus Anfragen werden, hängt an Ihrem Angebot und Ihrer Region, und das können wir nicht zusagen.

Brauche ich Bewertungen?

Für die örtliche Suche ja, und mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Wirkung. Fragen Sie direkt nach der Abnahme, am besten über einen kurzen Link auf dem Lieferschein. Kaufen Sie keine — sie sind erkennbar und verstoßen gegen die Richtlinien.

Wir haben schon eine Website. Muss die neu?

Meistens nicht. Bei Stern war der größte Effekt nicht das Aussehen, sondern zehn Seiten, die es schon gab und die nie veröffentlicht worden waren. Bevor jemand über einen Neubau redet, gehört nachgesehen, was die vorhandene Website leistet.

Wie es weitergeht

45 Minuten mit dem Geschäftsführer. Kostenlos.

Sie beschreiben Ihren Prozess. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich eine Eigenentwicklung für Sie rechnet — und wenn nicht, welches Standardprodukt besser passt. Danach bekommen Sie eine Einschätzung zu Aufwand und Kosten. Keine Präsentation, kein Verkaufsgespräch.

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