Das Band
/ Preisband
Website: 3.000 – 11.000 €
Der Unterschied liegt am Umfang der Inhalte und daran, ob Redaktionssystem, Mehrsprachigkeit oder Anbindungen dazukommen.
Am unteren Ende steht ein Auftritt mit fünf bis acht Seiten auf einem vorhandenen Gestaltungsrahmen, Texte vom Auftraggeber, ein Kontaktformular. Am oberen Ende dieselbe Website mit eigenem Entwurf, dreißig Seiten, Redaktionssystem für die eigene Belegschaft, zwei Sprachen und einer Anbindung an ein anderes System.
Wenn Sie ein Angebot unter diesem Band bekommen, ist das kein Alarmzeichen — es bedeutet meist, dass ein Baukasten zum Einsatz kommt oder die Texte von Ihnen kommen. Fragen Sie, was davon zutrifft. Beides kann völlig richtig sein.
Die vier Treiber
Innerhalb des Bandes entscheiden vier Größen. Drei davon können Sie beeinflussen, bevor Sie das erste Angebot einholen.
| Treiber | Wirkung | Was Sie tun können |
|---|---|---|
| Wer die Texte schreibt | Groß. Texte sind der Posten, der am häufigsten unterschätzt und am spätesten geliefert wird. | Selbst schreiben — auch grob. Ein Rohtext, der die Sache trifft, ist wertvoller als ein perfekter Text über etwas Falsches. |
| Zahl der Seiten mit eigenem Aufbau | Groß. Zwanzig Seiten nach demselben Muster kosten wenig mehr als fünf. Fünf Seiten mit je eigenem Aufbau kosten ein Vielfaches. | Vorher festlegen, welche Seiten wirklich anders aussehen müssen. Meist sind es zwei. |
| Redaktionssystem oder nicht | Mittel bis groß. Ein System, in dem Ihre Leute selbst arbeiten, ist ein eigener Baustein — nicht ein Häkchen. | Ehrlich schätzen, wie oft Sie wirklich etwas ändern. Bei drei Änderungen im Jahr lohnt es nicht. |
| Anbindung an ein anderes System | Groß, und sie bestimmt den Termin. Nicht wegen der Entwicklung, sondern weil auf der anderen Seite jemand antworten muss. | Im ersten Schritt weglassen, wenn es geht. Sie kommt später und dann ohne Zeitdruck. |
Was eine Website monatlich kostet
Die Frage wird oft gestellt und selten sauber beantwortet, weil zwei verschiedene Dinge gemeint sein können: die laufenden Kosten, die ohnehin anfallen, und ein Betreuungsvertrag.
- Laufend und unvermeidbar: Domain und Hosting. Für eine Unternehmenswebsite ohne besondere Last liegt das im niedrigen zweistelligen Bereich im Monat. Wer deutlich mehr zahlt, zahlt meist für Leistungen, die er nicht benutzt.
- Optional: ein Wartungsvertrag. Er deckt Updates, Sicherungen und die Frage ab, wer repariert, wenn ein Update etwas beschädigt. Ob Sie ihn brauchen, hängt daran, ob im Haus jemand ist, der es kann.
- Optional: laufende Betreuung. Neue Seiten, geänderte Texte, ein zusätzliches Formular. Das ist keine Wartung und sollte auch nicht so abgerechnet werden.
Was wir nicht empfehlen: Website und laufende Betreuung als Mietmodell mit langer Bindung. Es sieht günstig aus, weil die Anfangssumme entfällt, und ist über fünf Jahre gerechnet fast immer teurer — mit dem Zusatz, dass die Website am Ende nicht Ihnen gehört.
Die drei Posten, die in Angeboten fehlen
Sie tauchen später auf, und dann sind sie teurer, weil die Website schon steht.
- Die Bilder. Stockfotos sind billig und sehen danach aus. Eigene Aufnahmen kosten einen halben Tag Fotograf und heben den Auftritt mehr als jede Gestaltungsentscheidung. In den seltensten Angeboten steht, wer sie besorgt.
- Die Rechtstexte. Impressum, Datenschutzerklärung und — sobald eine Einwilligung nötig wird — ein Einwilligungsbanner, das tatsächlich funktioniert. Ein Banner, das den Tastaturfokus fängt, macht die ganze Website unbenutzbar; das fällt beim Abnehmen nicht auf.
- Die Übergabe. Wem gehören Domain, Hosting-Zugang und Quellcode nach der Abnahme, und in welchem Absatz steht das? Fehlt die Zeile, merken Sie es erst, wenn Sie wechseln wollen.
Prüffrage für jedes Angebot: Was passiert, wenn wir in zwei Jahren zu jemand anderem gehen? Wer darauf eine ruhige, konkrete Antwort gibt, hat die anderen Fragen wahrscheinlich auch bedacht.
Warum wir Kostenseiten für richtig halten — gemessen
Diese Seite existiert, weil wir dieselbe Entscheidung bei einem Kunden getroffen und nachgemessen haben. Für Stern Stuckateure, einen Meisterbetrieb mit sieben Mitarbeitern in Östringen, sind sechs neue Themenseiten entstanden. Drei der vier bestplatzierten davon sind Kostenseiten.
| Seite | Impressionen in 14 Tagen | Ø Position |
|---|---|---|
| Innenputz-Kosten | 2.203 | 8,2 — Seite 1 |
| Außenputz-Kosten | 1.100 | 8,0 — Seite 1 |
| Fassade dämmen: Kosten | 430 | 9,1 — Seite 1 |
| Putzarten (kein Kostenthema) | 2.780 | 6,8 — Seite 1 |
Über die ganze Website gerechnet: von 100 auf 687 Impressionen am Tag, von 4,5 auf 9,9 Klicks, Ø Position von 14,6 auf 9,7, und die Zahl der Begriffe auf Seite 1 stieg von 135 auf 322. Ohne gekaufte Verweise — ausschließlich über Inhalte, Struktur und interne Verlinkung.
Vier Einschränkungen, die dazugehören
- Die Klickrate ist gefallen, von 4,2 auf 1,5 Prozent. Das ist rechnerisch richtig und inhaltlich unkritisch: Die neuen Impressionen stammen aus Ratgebersuchen, bei denen weniger geklickt wird als bei einer direkten Firmensuche. Absolut stiegen die Klicks trotzdem auf das 2,2-Fache.
- Vierzehn Tage sind kurz. Belastbar für den Nachweis eines Effekts, nicht für eine Jahresprognose. Drei der neuen Seiten waren zum Auswertungszeitpunkt noch nicht vollständig indexiert.
- Anfragen und Aufträge wurden nicht gemessen. Sichtbarkeit ist die Voraussetzung für Anfragen, nicht ihr Ersatz.
- Für einen lokalen Handwerksbetrieb bleibt der wirksamste Hebel das Google-Unternehmensprofil, nicht die Arbeit an der Website. Das galt dort und gilt für die meisten Betriebe mit Kundenverkehr.
Die vollständige Auswertung mit allen Zahlen steht in der Fallstudie.
Häufige Fragen
Warum nennen Sie überhaupt ein Preisband?
Weil die Alternative Termine kostet, die für beide Seiten nichts bringen. Wer deutlich unterhalb des Bandes plant und dabei einen zweisprachigen Auftritt mit Redaktionssystem beschreibt, soll das hier erfahren und nicht nach einem Gespräch. Das Band ist grob genug, um ehrlich zu sein, und genau genug, um zu filtern.
Was braucht man für eine Website?
Weniger, als meistens angenommen wird: eine Domain, ein Hosting, die Texte, ein paar Bilder und die Rechtstexte. Alles andere ist eine Entscheidung, keine Voraussetzung. Wenn Sie mit Texten und Bildern kommen, ist der teuerste Posten schon erledigt.
Ist ein Baukasten nicht günstiger?
Für einen einfachen Auftritt ohne besondere Anforderungen: ja, deutlich, und dann ist er die richtige Wahl. Die Grenze liegt dort, wo etwas dazukommt, das der Baukasten nicht vorsieht — eine Anbindung, ein eigener Ablauf, Barrierefreiheit über die Grundeinstellungen hinaus. Dann wird aus günstig ein Umweg.
Machen Sie überhaupt Websites?
Ja, aber nicht jede. Wo es um Gestaltung, Text und Sichtbarkeit geht, ist eine Agentur mit diesem Schwerpunkt oft die bessere Wahl — das ist ein eigenes Handwerk. Wir sind richtig, sobald etwas dazukommt: eine Anmeldung, eine Anbindung, ein Ablauf mit Zuständen.
Wie es weitergeht
45 Minuten mit dem Geschäftsführer. Kostenlos.
Sie beschreiben Ihren Prozess. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich eine Eigenentwicklung für Sie rechnet — und wenn nicht, welches Standardprodukt besser passt. Danach bekommen Sie eine Einschätzung zu Aufwand und Kosten. Keine Präsentation, kein Verkaufsgespräch.
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