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Website und Domain umziehen, ohne dass etwas ausfällt

Ein Umzug ist technisch keine große Sache — er geht nur in der falschen Reihenfolge schief, und dann ist nicht nur die Website weg, sondern auch die E-Mail. Diese Seite nennt die Reihenfolge, in der nichts ausfällt.

Drei Dinge, die alle „Umzug“ heißen

Wer einen Umzug plant, meint eines von drei Dingen — und sie haben unterschiedliche Risiken.

Was umziehtWas dabei kaputtgehen kannRisiko
Nur der Hoster, Domain bleibtAusfall zwischen Umschalten und Verfügbarkeit; E-Mail-Postfächer, wenn sie beim alten Hoster lagenmittel
Nur die Domain zu einem anderen AnbieterWenige Minuten Unsicherheit; kritisch nur, wenn dabei auch die E-Mail-Einträge wechselngering
Beides gleichzeitigAlles aus beiden Zeilen — plus die Schwierigkeit, im Fehlerfall zu wissen, woran es laghoch
Der dritte Fall ist der häufigste und der unnötigste

Wenn es irgend geht: nacheinander. Erst den Hoster wechseln, die Website eine Woche laufen lassen, dann die Domain. Im Fehlerfall wissen Sie dann, welcher Schritt es war — und das halbiert die Suchzeit.

Die Reihenfolge, in der nichts ausfällt

  1. Vollständige Sicherung des alten Stands — Dateien und Datenbank. Nicht auf dem alten Server ablegen, sondern woanders.
  2. Beim neuen Hoster alles aufsetzen und die Website dort zum Laufen bringen, bevor irgendetwas umgeschaltet wird. Über eine Vorschau-Adresse des Hosters oder einen Eintrag in der lokalen hosts-Datei erreichbar machen und vollständig durchklicken.
  3. Die E-Mail-Einträge prüfen und notieren. Das ist der Schritt, der am häufigsten fehlt: Postfächer hängen an eigenen Einträgen, und wer beim Umschalten nur an die Website denkt, schaltet die E-Mail mit ab.
  4. Die Gültigkeitsdauer der Namenseinträge auf einen niedrigen Wert setzen — mindestens 24 Stunden vor dem Umschalten. Sonst halten Zwischenspeicher weltweit noch tagelang die alte Adresse.
  5. Umschalten. Ab hier sehen unterschiedliche Besucher für einige Stunden unterschiedliche Server — das ist normal und der Grund, warum in dieser Zeit niemand Inhalte pflegen sollte.
  6. Den alten Server mindestens zwei Wochen laufen lassen. Er kostet einen Monatsbeitrag und ist die einzige Rückfahrkarte, die es gibt.

Punkt 6 ist der, an dem gespart wird und an dem es weh tut. Wer am Umschalttag kündigt, hat bei einem Problem nichts mehr, worauf er zurück kann — und Probleme zeigen sich selten am ersten Tag, sondern wenn jemand das Kontaktformular benutzt oder eine Rechnung sucht.

Was mit der Sichtbarkeit passiert

Bei einem reinen Umzug: nichts, solange die Adressen gleich bleiben. Google interessiert sich nicht dafür, auf welchem Server eine Seite liegt — nur dafür, ob sie unter derselben Adresse erreichbar bleibt und wie schnell sie antwortet.

Es gibt zwei Ausnahmen. Wechselt beim Umzug auch die Adressstruktur, ist es kein Umzug mehr, sondern ein Relaunch — dann gelten dessen Regeln, und die alten Adressen brauchen Weiterleitungen. Und wenn der neue Server deutlich langsamer antwortet als der alte, merkt Google das; das ist selten, kommt aber bei sehr günstigen Paketen vor.

Prüfen Sie nach dem Umzug, ob das Sicherheitszertifikat auf dem neuen Server steht. Fehlt es, warnt der Browser jeden Besucher mit einer roten Seite — und das ist die einzige Panne, die sofort auffällt und trotzdem regelmäßig passiert.

Was Sie selbst können

Bei einer überschaubaren Website ist der Umzug in wenigen Stunden erledigt, und die meisten Hoster bieten dafür einen Übernahmedienst an, der die Dateien und die Datenbank kopiert. Das funktioniert gut und kostet häufig nichts.

Wo es sich lohnt, jemanden dazuzuholen: wenn E-Mail-Postfächer mit umziehen, wenn ein Shop mit laufenden Bestellungen daranhängt, oder wenn der Zugang zur Domain unklar ist — etwa weil sie noch auf einen früheren Dienstleister eingetragen ist. Der dritte Fall ist der häufigste und der einzige, der wirklich Zeit kostet.

Wenn Sie unsicher sind, wem Ihre Domain gehört: Das steht in der öffentlichen Auskunft der Registrierungsstelle, und es lohnt den Blick, bevor Sie einen Umzug planen. Eine Domain, die auf einen anderen eingetragen ist, lässt sich nicht ohne dessen Mitwirkung bewegen.

Häufige Fragen

Wie lange ist die Website beim Umzug offline?

In der beschriebenen Reihenfolge: gar nicht. Die Website läuft beim neuen Hoster bereits, bevor umgeschaltet wird — es wechselt nur, welcher Server antwortet. Offline-Zeiten entstehen, wenn zuerst umgeschaltet und dann aufgesetzt wird.

Was passiert mit unseren E-Mails?

Sie hängen an eigenen Einträgen, die unabhängig von der Website sind. Wenn die Postfächer beim alten Hoster liegen und mit umziehen sollen, müssen sie vorher beim neuen angelegt und die vorhandenen Nachrichten übertragen werden. Wird das übersehen, kommen Nachrichten für Stunden bis Tage nirgends an — und sie werden nicht nachgeliefert.

Können wir die Domain behalten und nur den Hoster wechseln?

Ja, und das ist der einfachere Weg. Die Domain bleibt, wo sie ist, und Sie ändern nur den Eintrag, der auf den Server zeigt. Wenn Sie ohnehin unzufrieden mit beiden sind, machen Sie es trotzdem nacheinander.

Was kostet ein Umzug?

Das hängt fast vollständig daran, was mitkommt. Eine überschaubare Website ohne E-Mail und ohne Shop ist eine Sache von Stunden — häufig übernimmt das der neue Hoster kostenlos. Sobald Postfächer, ein Shop oder eine unklare Domain-Eintragung dabei sind, wird es ein kleines Projekt, und wir nennen den Aufwand nach einem Blick auf den Bestand.

Wie es weitergeht

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