Was an einer Website wirklich zu tun ist
Eine Website ist kein Möbelstück, das man einmal aufstellt. Sie steht auf einer Serverumgebung, die sich ändert, benutzt Software, in der Lücken gefunden werden, und wird von Programmen besucht, die genau nach diesen Lücken suchen. Die Arbeit daran ist überschaubar — sie hört nur nie auf.
| Was | Wie oft | Was passiert, wenn es ausbleibt |
|---|---|---|
| Sicherheitsupdates einspielen | sobald sie erscheinen, in der Regel monatlich | Die bekannteste Lücke bleibt offen. Automatisierte Angriffe suchen genau nach dieser Version. |
| Sicherung anlegen und zurückspielen üben | Sicherung täglich, Rückspielprobe halbjährlich | Sie haben eine Sicherung, von der niemand weiß, ob sie funktioniert. Das merkt man am schlechtesten Tag. |
| Erreichbarkeit überwachen | laufend, automatisch | Der Ausfall fällt auf, wenn ein Kunde anruft — im Schnitt Stunden später als nötig. |
| Formulare und Bestellstrecke durchklicken | monatlich | Ein defektes Kontaktformular fällt nicht auf. Es sieht aus wie eine ruhige Woche. |
| Zertifikat und Domain im Blick behalten | jährlich, mit Erinnerung | Ein abgelaufenes Zertifikat sperrt Besucher mit einer Warnseite aus. Eine abgelaufene Domain ist innerhalb von Tagen weg. |
| Rechtstexte auf Stand halten | bei Rechtsänderungen | Kein technisches Problem, aber ein abmahnfähiges. |
Das ist die ganze Liste. Wenn ein Angebot deutlich mehr Posten nennt, lohnt die Frage, was davon Arbeit ist und was Benennung.
Was Sie ohne uns können
Vier der sechs Punkte oben brauchen keinen Dienstleister, wenn im Haus jemand ist, der sich zutraut, eine Software zu aktualisieren und dabei ruhig zu bleiben.
- Die Erreichbarkeitsüberwachung. Es gibt kostenlose Dienste, die eine Adresse jede Minute abrufen und bei Ausfall eine Nachricht schicken. Einrichtung: eine Viertelstunde, einmalig.
- Die Sicherung. Fast jeder Hoster legt sie automatisch an. Was Sie tun müssen, ist einmal nachsehen, ob es stimmt — und dann einmal eine Rückspielung ausprobieren, auf einer Testadresse, nicht am Original.
- Das monatliche Durchklicken. Kontaktformular abschicken, Bestellung bis zur Bestätigung durchspielen, auf dem Telefon ansehen. Zehn Minuten, und es findet mehr als jedes Prüfwerkzeug.
- Die Erinnerungen für Domain und Zertifikat. Zwei Kalendereinträge mit vier Wochen Vorlauf.
Bleiben die Updates und die Frage, was zu tun ist, wenn eines etwas kaputt macht. Genau dort liegt der Teil, für den es sich lohnt, jemanden zu haben — nicht weil er schwierig wäre, sondern weil er zur ungünstigsten Zeit auftritt und dann Ruhe und Routine braucht.
Wann Sie keinen Wartungsvertrag brauchen
Drei Fälle, in denen wir abraten. Sie kommen häufiger vor, als es einem Anbieter lieb sein kann.
- Ihre Website ist eine reine Visitenkarte auf einem Baukastensystem. Dort gibt es nichts zu aktualisieren — der Anbieter macht das, das ist im Preis enthalten. Ein Wartungsvertrag darauf verkauft Ihnen eine Leistung, die Sie schon bezahlen.
- Sie haben jemanden im Haus, der es kann und dem es nichts ausmacht. Dann brauchen Sie höchstens eine Nummer für den Fall, dass er im Urlaub ist — keinen Monatsbetrag.
- Die Website hat weder Formular noch Bestellstrecke noch Anmeldung und bringt keine Anfragen. Dann ist die ehrliche Frage nicht, wer sie wartet, sondern wozu sie da ist.
Bleibt der vierte Fall, und der ist der häufigste: Die Website bringt Anfragen, niemand im Haus fühlt sich zuständig, und deshalb passiert monatelang nichts — bis etwas passiert. Dafür ist ein Vertrag da.
Wartung ist nicht Betreuung
Die beiden Wörter werden durcheinandergeworfen, und der Unterschied entscheidet über den Preis. Wartung hält den Zustand: Updates, Sicherungen, Erreichbarkeit. Betreuung verändert ihn: neue Seiten, geänderte Texte, ein zusätzliches Formular.
Ein Vertrag, der beides mischt und mit „inklusive kleiner Änderungen“ wirbt, bringt Sie in eine Diskussion darüber, was klein ist. Sauberer ist die Trennung: Wartung zum festen Betrag, Änderungen nach Aufwand oder als vereinbartes Stundenkontingent — und was nicht verbraucht wird, verfällt am Quartalsende, statt sich zu einem Guthaben zu stapeln, das niemand mehr zuordnen kann.
Fragen Sie in jedem Angebot nach, was passiert, wenn ein Update die Website beschädigt. Wer das repariert und auf wessen Kosten — das ist die Zeile, die im Ernstfall zählt, und sie fehlt in den meisten Verträgen.
Wie NOVU Systems GmbH das macht
Updates laufen zuerst auf einer Kopie der Website, nicht am Original. Wenn dort etwas bricht, merkt es niemand außer uns. Erst danach geht es auf die echte Seite, und davor liegt eine Sicherung, die im selben Durchgang erzeugt wurde.
Sie bekommen einen benannten Ansprechpartner und eine Reaktion innerhalb eines Werktags — kein Ticketsystem als Erstkontakt. Einmal im Quartal einen kurzen Bericht: was aktualisiert wurde, was auffiel, was wir empfehlen. Zwei Seiten, keine dreißig.
Was der Vertrag kostet, hängt davon ab, worauf die Website steht, wie viele Erweiterungen darin stecken und ob eine Bestellstrecke daranhängt. Wir nennen den Betrag, nachdem wir hineingesehen haben — eine Zahl ohne diesen Blick wäre geraten, und geratene Zahlen werden im ersten Streitfall teuer.
Häufige Fragen
Was kostet Website-Wartung im Monat?
Das hängt an drei Dingen: welches System darunter läuft, wie viele Erweiterungen im Einsatz sind und ob Geld über die Seite fließt. Ein Baukasten-Auftritt braucht praktisch nichts, eine gewachsene Installation mit zwanzig Erweiterungen und einer Bestellstrecke ist ein Vielfaches davon. Wir nennen die Zahl nach einem Blick auf die Seite und nicht vorher.
Können wir monatlich kündigen?
Ja. Ein Wartungsvertrag mit langer Bindung schützt den Anbieter, nicht Sie. Wenn die Leistung stimmt, braucht es keine Frist; wenn sie nicht stimmt, sollte eine Frist Sie nicht festhalten.
Übernehmen Sie auch Websites, die Sie nicht gebaut haben?
Das ist der Regelfall. Vorausgesetzt sind Zugang zum Server und zur Verwaltung der Website. Vorher sehen wir uns an, worauf sie steht — bei manchen gewachsenen Installationen ist die ehrliche Antwort, dass Wartung das Geld nicht wert ist und ein Neubau weniger kostet als drei Jahre Pflege.
Was passiert, wenn ein Update die Website beschädigt?
Dann spielen wir den Stand von vorher zurück — die Sicherung entsteht im selben Durchgang, unmittelbar vor dem Update. Danach suchen wir die Ursache auf der Kopie, nicht am Original. Diese Reihenfolge ist der ganze Unterschied zwischen einem ruhigen und einem schlechten Tag.
Wir haben eine Sicherung. Reicht das nicht?
Nur wenn sie schon einmal zurückgespielt wurde. Eine ungeprüfte Sicherung ist eine Hoffnung. Die häufigsten Überraschungen: Die Datenbank fehlt, die Dateirechte stimmen nicht, oder die Sicherung läuft seit Monaten in einen vollen Speicher und bricht still ab.
Wie es weitergeht
45 Minuten mit dem Geschäftsführer. Kostenlos.
Sie beschreiben Ihren Prozess. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich eine Eigenentwicklung für Sie rechnet — und wenn nicht, welches Standardprodukt besser passt. Danach bekommen Sie eine Einschätzung zu Aufwand und Kosten. Keine Präsentation, kein Verkaufsgespräch.
Termin vereinbaren