Drei Milliarden Euro, und fast nichts davon wird entdeckt
Kundendiebstahl hat den deutschen Handel 2025 rund 3,05 Milliarden Euro gekostet. Nach Hochrechnung des EHI sind das etwa 24,8 Millionen unentdeckte Diebstähle im Jahr, im Schnitt 123 Euro. Rund eine Milliarde Euro entfällt auf organisierte Banden. Dazu kommen 0,78 Milliarden Euro durch Organisationsfehler — falsche Buchungen, Bruch, verlegte Ware. Auch die gehören in die Rechnung, und auch dabei hilft eine Kamera, die aufs Regal schaut.
Vier Hebel, die wirklich wirken
- SB-Kasse: Abgleich von Griff und Scan, Hinweis am Display, Hilfe durch das Team.
- Ausgang: Löst das Sicherungs-Gate aus, hängt das System automatisch den passenden, verpixelten Zehn-Sekunden-Clip an die Meldung. Kein Suchen im Videomaterial mehr.
- Sicherungen nach Daten: Wir verknüpfen Ihre Inventurdifferenzen je Artikel mit den Zonen der Filiale. Heraus kommt eine konkrete Empfehlung — welche Artikel gehören in die Vitrine, wo reicht ein Etikett, wo braucht es gar nichts.
- Beweismappe: Aus einem freigegebenen Vorfall wird mit wenigen Klicks ein Paket für die Polizei. (in Entwicklung)
Anzeige ohne Stundenaufwand
Viele Diebstähle werden nicht angezeigt, weil die Anzeige Zeit kostet: Video suchen, exportieren, Bon heraussuchen, Formular ausfüllen. Die Beweismappe bündelt das:
- Zeitleiste des Vorfalls
- Abgleich von Bon und Video: was bezahlt wurde, was fehlt, mit Warenwert
- Clips mit Prüfsumme und Zeitstempel, damit sich nachweisen lässt, dass nichts verändert wurde
- Unbeteiligte automatisch geschwärzt
- Zugriffsprotokoll: wer hat wann freigegeben
- vorbefülltes Anzeigeformular
Die Weitergabe an die Polizei ist zur Verfolgung von Straftaten zulässig (§ 24 Abs. 1 Nr. 1 BDSG). Die Speicherfrist wird nur für diesen einen Vorfall verlängert.
Kann Technik den Ladendetektiv ersetzen?
Kurz: Nein. Festhalten darf nach § 127 StPO nur, wer vor Ort ist und jemanden auf frischer Tat antrifft. Das kann keine Kamera und keine Leitstelle.
Was Technik kann: Einsätze gezielter machen. Mit Daten darüber, wann und wo tatsächlich etwas fehlt, lassen sich die Einsatzstunden auf die Risikozeiten legen.
Für Filialen ohne eigenes Sicherheitspersonal binden wir auf Wunsch eine lizenzierte Partner-Leitstelle an: Sie sieht nur freigegebene Vorfälle, kann per Lautsprecher eine Ansage machen und bei Bedarf jemanden schicken. Bewachung ist ein erlaubnispflichtiges Gewerbe (§ 34a GewO) — deshalb machen das Partner mit dieser Erlaubnis, nicht wir.
Die Frage, die alle stellen
Systeme, die im Gang erkennen, wenn jemand einen Artikel in die Tasche steckt, gibt es. Technisch ist das machbar. Rechtlich ist es in Deutschland heikel.
Unsere Haltung: Wir setzen so etwas nur ein, wenn Ihr Datenschutzbeauftragter und gegebenenfalls die zuständige Aufsichtsbehörde den konkreten Zuschnitt mittragen — begrenzt auf Risikozonen, ohne Speicherung von Einzelspuren, mit Mensch in der Entscheidung. Für die meisten Filialen bringen SB-Kasse, Ausgang und Sicherungen nach Daten schneller und sicherer Wirkung.
Was wir bewusst nicht bauen
- Gesichtserkennung, auch nicht, um Personen mit Hausverbot zu erkennen — dafür fehlt die Rechtsgrundlage. In Spanien wurde eine Supermarktkette dafür mit 2,52 Millionen Euro belegt.
- Täterlisten über Unternehmensgrenzen — Daten über Straftaten dürfen Private nur mit gesetzlicher Grundlage verarbeiten.
- Tonaufnahmen — schon das Mithören ist strafbar.
- „Verdachts-Scores“ für Personen — kein Mensch bekommt bei uns eine Risikozahl.
Häufige Fragen
Wie viel Verlust spart das?
Seriös lässt sich das erst messen: im Pilot, mit einer Vergleichsfiliale und Ihren Inventurzahlen. Anbieter am Markt nennen teils hohe Prozentwerte; wir versprechen Ihnen lieber eine saubere Messung.
Dürfen wir Videos an die Polizei geben?
Ja, zur Verfolgung von Straftaten. Die Beweismappe hilft, dabei nur das Nötige herauszugeben und Unbeteiligte zu schwärzen.
Was ist mit Mitarbeiterdiebstahl?
Unsere Technik ist für Kundschaft und Abläufe gebaut. Eine gezielte Überwachung von Beschäftigten ist nur in engen Ausnahmefällen zulässig und gehört in die Hände Ihrer Rechtsberatung — dafür bauen wir kein Produkt.
Hilft das gegen organisierte Banden?
Teilweise: Schnell ausgelöste Hinweise, saubere Beweise und Sicherungen an den richtigen Artikeln erschweren den Ablauf. Eine Wiedererkennung von Personen bauen wir nicht.
Wie es weitergeht
Bringen Sie zum Erstgespräch Ihre letzten Inventurdifferenzen mit, gern nach Warengruppen. Daran sehen wir am schnellsten, wo sich Technik lohnt.
45 Minuten mit dem Geschäftsführer. Kostenlos.
Sie beschreiben Ihren Prozess. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich eine Eigenentwicklung für Sie rechnet — und wenn nicht, welches Standardprodukt besser passt. Danach bekommen Sie eine Einschätzung zu Aufwand und Kosten. Keine Präsentation, kein Verkaufsgespräch.
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